Zitat der Woche…

…und zwar ist dieses aus einem Kommentar zu folgendem Artikel von Jan Fleischhauer entnommen: Zeitgeit: Unter Linken

Ich verfolge derzeit amüsiert-bis-wütend die Kolummne von diesem Herrn. Hier sein neuester Geniestreich. Herrlich. Einfach nur Herrlich. Man soll also Altkanzler Schröder das Konto sperren, weil er ein Buddy vom Bad-Boy Putin ist? Witzig. Aber auch traurig, weil ernst gemeint. Mal davon abgesehen, dass für Herrn F. Putin an allem Schuld ist, könnte man da manch anderem deutschen Politiker wegen ganz anderen Sachen das Konto sperren (Korruption, Missachtung des Amtseids, Verfassungsfeindlichkeit,…).

Generell muss man sich doch schon über den SPIEGEL wundern. War der nicht mal früher “links”? Inzwischen scheinen bei diesem Magazin wohl Leute angestellt zu sein, die weiterhin die Mär von der angeblichen Dominanz der “linken Gutmenschen” (#UnwortdesJahres) verbreiten und gleichzeitig schwarz-weiß-Denken wie zu Zeiten des Kalten Krieges reproduzieren.

Deshalb nun zu meinem persönlichen Zitat der Woche, das auch fünf Jahre nach Veröffentlichung immer noch aktuell ist:

solomandat 10.05.2009

Es ist schon erstaunlich, mit welch unfehlbarer Vorhersehbarkeit bei Rechten das Argumentationsmuster von der linken Dominanz hervorgeholt wird. Von der Stammtischrechten Parole “man wird ja wohl im eignen Lande noch die Wahrheit sagen dürfen” bis zur gepflegt ironischen Abrechnung mit bürgerlichem Gutmenschentum – stets muss der Rechte sich als Tabubrecher, als wackerer Rebell gegen den linken Gesinnungsterror der Majorität inszenieren. Gerade so, als lebte er inmitten des Sozialismus, bedroht von Enteignung und stalinistischem Schauprozess. Gerade so, als hätte nicht der globalisierte Kaptalismus das vermeintliche Ende der Geschichte eingeläutet. […]

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