Man stelle sich das Leben als riesiges Monopolyspiel vor….

Ein kleines Gedankenspiel:

Ihr kennt doch sicher alle Monopoly, oder?

Wenn nicht, dann fasse ich das Spielprinzip nochmal zusammen: Am Anfang des Spiels erhalten alle Mitspieler den selben Geldbetrag als Startbetrag. Nun würfeln sie nacheinander. kommen sie auf eine Straße, können sie diese kaufen (sofern noch kein anderer sie besitzt – dann müssen sie “Miete” an den Besitzer entrichten). Irgendwann können Häuser für die Straßen gekauft werden und später Hotels – die Miete für die Mitspieler steigt dementsprechend. Das Spiel ist zu Ende, wenn ein Spieler alles besitzt. Soweit zur kurzen Zusammenfassung.

Wenn ein Spieler durch eigenes Glück in Kombination mit der richtigen Taktik, und natürlich in Verbindung mit Pech und einer schlechteren Taktik der Mitspieler, gewinnt, so ist das doch fair oder? Schließlich hat er sich seinen Sieg (mal mit mehr, mal mit weniger Glück) selbst erarbeitet.

Was aber, wenn alle Spieler zu Anfang unterschiedlich viel Geld erhalten? Und einer vielleicht ein paar mehr “du kommst aus dem Gefängnis frei” Karten? Wäre das immer noch fair?

Worauf ich hinaus will: Das Leben der Menschen heute, unser aller Leben, ist im Prinzip nichts anderes als ein riesiges Monopoly Spiel: Der Großteil des menschlichen Handelns ist auf materiellen Erfolg ausgerichtet: So viel Geld wie möglich besitzen um das bestmögliche Leben führen zu können. Leider ist das tatsächlich so, und auch wenn man das Bewusstsein hat, dass Geld eben nicht alles ist, so geht es trotzdem nicht ohne.

Gleichzeitig haben wir alle aber auch unterschiedliche Voraussetzungen am “Startpunkt” dieses Spiels: Während manche als Kind reicher und gebildeter Eltern in Deutschland geboren werden, so kommen andere vielleicht in irgendeinem Slum/Favela/… in einem anderen Land zur Welt. Selbst wenn sie den gleichen Willen und die gleiche Intelligenz besitzen wie erstgenannte, ist die Wahrscheinlichkeit, ein materiell gesehen gutes Leben zu führen, ungleich niedriger. Somit gibt es auf dieser (kapitalistischen) Welt also keine Chancengerechtigkeit/Chancengleichheit/wie-auch-immer.

Nun könnte ich als relativ reicher, gebildeter, männlicher Deutscher sagen: Tja, ich hatte eben Glück und andere hatten Pech. Ich könnte mir aber auch überlegen, wie man eine echte Gerechtigkeit erreicht. Dafür müsste ich natürlich meinen menschlichen Egoismus ablegen.

Das führt mich nun zu zwei Fragen: Erstens: Warum ist die Welt ungerecht? Zweitens: Warum sind wir egoistisch? Zur ersten Frage lässt sich folgendes sagen: Irgendetwas im System Mensch hat dazu geführt, dass Chancen ungerecht verteilt sind. Um das zu ändern, müssen wir auch einige grundlegende Dinge im ökonomisch-sozialen System der Menschen ändern. Aber der Egoismus verhindert das. Also weiter zur zweiten Frage: Hat uns das im Laufe der Jahrtausende entstandene ökonomisch-soziale System zu Egoisten gemacht? Oder ist das System Mensch von Grund auf egoistisch? Was war zuerst da, Huhn oder Ei? 😉

Wenn man sich die Tierwelt ansieht, wirkt das Bild eindeutig: Egoismus wohin man blickt! Konkurrenz um Nahrung, um das beste Weibchen/Männchen, um den Rang im Rudel etc. Einzig die eigenen Nachkommen werden (manchmal, aber auch nicht immer) umhegt und beschützt, ganz uneigennützig. Nun, wenn man das genetisch einprogrammierte Ziel zur Vervielfältigung der eigenen DNA annimmt, vielleicht doch nicht so ganz uneigennützig.

Jedoch ist der Mensch ein intelligentes Lebewesen. Wenn man sich die technischen Fortschritte der Menschen ansieht, kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Nur wir waren bisher in der Lage, den Planeten nach unserem Gutdünken umzuformen und unvorstellbare Technologien zu erschaffen! (Wenn ich zum Beispiel versuche mir vorzustellen, wie mein Computer funktioniert, platzt mir schon der Kopf, soviel Technologie steckt dahinter.) Auch die Formen des menschlichen Zusammenlebens haben sich unglaublich entwickelt. Trotzdem haben wir es immer noch nicht geschafft, den menschlichen Egoismus zu überwinden. Wir schaffen es ja nicht einmal, bei Rot stehen zu bleiben obwohl ein kleines Kind neben uns steht.

Das ist doch irgendwie seltsam oder? Wir sind so intelligent, trotzdem benutzen wir unseren Verstand viel zu selten. Dinge, die eigentlich auf der Hand liegen, wollen wir nicht wahrnehmen. Es ist doch eigentlich einleuchtend, dass alle Menschen die Möglichkeit haben sollten, ein gutes Leben zu führen. Oder dass man den Planeten, den man bewohnt, nicht einfach zerstören kann. Oder dass Geld nicht alles ist.

Trotzdem spielen wir weiterhin Monopoly, bis zum bitteren Ende.

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80 Prozent weniger Fleisch?

Ich gebe zu, ich essen für mein Leben gerne. Auch Fleisch. Dennoch, es ist aufgrund verschiedener Faktoren als bewusst denkender Mensch eigentlich klar, dass die meisten – und auch ich – zu viel Fleisch essen. Sei es wegen der schlechten Lebensbedingungen von Tieren in Massenhaltung, das Töten von Tieren an sich, die ökologischen Probleme, die Tatsache, dass Soja-Futter aus Brasilien hier verfüttert wird und es dort bald kein GVO-freies Soja mehr gibt (und man die Flächen auch sicher besser nutzen könnte), oder oder oder. 

Ausgehend von diesem Video

habe ich deshalb vor 2 Wochen beschlossen, meinen Fleischkonsum um 80 % zu reduzieren. Ausgehend von einem wöchentlichen Verzehr von 1 kg Fleisch macht das also “nur noch” 200 g Fleisch pro Woche.

Mein Fazit nach 2 Wochen: Es ist nicht besonders schwer und ich habe auch nicht das Gefühl, auf etwas verzichten zu müssen. ABER: Man muss eisern seinen Fleischverzehr kontrollieren, sonst funktioniert das nicht. Und mir ist erst jetzt bewusst geworden, wie viel Fleisch man eigentlich “normalerweise” isst.

 

Aber wie macht man das, plötzlich einen Großteil seines Fleischkonsums mit anderen Sachen zu ersetzen? Hier mal ein paar Sachen, die ich mache:

Statt einer Salami Pizza (ja ich stehe auf Tiefkühlpizza, die ist zumindest tausendmal besser als Pizza vom Lieferservice und fast so gut wie selbst gemachte!) hab ich mir einfach mal ne Margherita geholt und mit ein bisschen Gemüse belegt. Oder statt Fleisch einfach mal Veggie-Nuggets (aus Weizenprotein), die sind eigentlich noch besser als Chicken Nuggets. Falafel statt Döner ist auch eine gute Alternative. Generell gibt es hier was vegetarisches Fast-Food angibt in Berlin riesen Möglichkeiten. Natürlich auch beim Selbstkochen 😉 Wenn es dann mal doch Fleisch sein soll: Statt ‘nem Billig-Schinken von A&P für 1,29 € (200g) lieber eine Biowurst für 2,99 € (80g) – ich hab mir sogar versuchshalber vegetarische Leberwurst gekauft. Ja, so etwas gibt es! Generell bin ich jedoch von diesen Soja-Ersatz-Würsten etc. relativ wenig überzeugt. Erstens sind die brutal teuer, und zweitens weiß ich auch nicht, ob die enthaltenen Soja-Produkte GVO-frei sind. Was ich jedoch sehr lecker finde, ist Seitan (ist aber ebenfalls teuer).

Mal gucken wie lange ich das so diszipliniert durchhalten kann, ich werde aber mein Bestes geben. Drückt mir die Daumen!

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