Zum Konzept der Nation…

…ein knackiges, aber auch genauso richtiges Zitat:

[…]Most people take the concept of a nation for granted and suppose that it has existed for a long time. However, according to Anderson (2006), a nation is an imagined political community. The concept of nationhood is similar to that of a nation in that it is not a natural entity, but a social construct. Thus it is problematic because it is not static or monolithic. As soon as a nation is constructed, some will be excluded despite living within the state’s boundaries. Nationhood divides people into ‘us’ and ‘them’ or ‘ourselves’ and ‘others’. The ‘Other’ is in danger because nationhood has been made to be sacred, and therefore the ‘Other’ is seen as an iconoclast. In this sense, nationhood is very similar to a religion that aims to make people believers or conformists without doubt and question. […]
– Poowin Bunyavejchewin

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Die Misere der Fleischlieferanten

Seit kurzem will McDonald’s wieder genverändertes Futtermittel für die Chicken-Nuggets-Hähnchen zulassen. Wie gut, dass es in Berlin wesentlich bessere Burgerbuden gibt, dachte ich mir. Aber: McDonald’s steht nicht alleine da, wie z.B. folgender Artikel zeigt:

http://www.transgen.de/aktuell/1769.doku.html

Der Grund ist also, gentechnikfreies Futtermittel wird langsam knapp. Warum? Weil man in Brasilien fast nur noch genveränderte Soja angebaut wird. Alles klar.

Ehhhh Moment mal! Brasilien? Soja? Was hat das mit deutschem Fleisch zu tun?

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In Brasilien wird Soja angebaut, das zu Futtermittel verarbeitet wird, das wiederum unter anderem in Deutschland verfüttert wird. Das bedeutet also nicht nur, dass wir bald immer mehr genverändertes Erbgut im Essen haben, sondern dass selbiges auch noch um den halben Planeten gereist ist. Wenn man sich aber aus welchen Gründen auch immer ohne Gentechnik ernähren will, muss man wohl auf heimisches Bio-Fleisch zurückgreifen, oder Vegetarier werden. Aber auch hier gibt es wieder ein Problem: Zum einen kann es natürlich sein, dass auch Weidetiere in Deutschland bald mit GVO (Gentechnisch veränderte Organismen) in Berührung kommen, zum anderen kann auch in vegetarischem Soja Gentechnik eine Rolle gespielt haben – abhängig vom Hersteller.

Ist das Gen-Food also nicht mehr aufzuhalten?

Und das, obwohl der wirkliche Nutzen der Gentechnik mehr als fraglich ist

http://www.br.de/fernsehen/das-erste/sendungen/report-muenchen/videos-und-manuskripte/gentechnik-mais-eu100.html

und die langfristige Auswirkungen auf den menschlichen Organismus noch nicht wirklich erfasst sind (gut, da sind sich Befürworter und Gegner natürlich mehr als uneinig)?

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Kommunismus = Kapitalismus = Faschismus?

In einem Blog-Kommentar las ich neulich:

Kommunismus:
 
Eine kleine Clique von Bürokraten hat die Kontrolle über die Ressourcen.
 
Kapitalismus:
 
Eine kleine Clique von Plutokraten hat die Kontrolle über die Ressourcen.
 
Toller Unterschied!

Witzig. Aber auch irgendwie war, oder? In diesem Zusammenhang ist der Begriff “Diktatur des Proletariats” interessant. Dieser stammt von Marx und Engels. Vor Errichtung einer klassenlosen Gesellschaft müsse es eine Übergangsphase geben, in der die bisher unterdrückte Mehrheit der Arbeiterklasse die Kontrolle unternimmt. In der Realität kamen sozialistische/kommunistische Staaten jedoch nie über diese “Übergangsphase” hinaus. Wurde also der Kommunismus nur falsch ausgelebt und ist deswegen gescheitert?

Meiner Meinung nach Nein. Ich finde, man kann eine Unterdrückung (Faschismus, Kapitalismus, je nachdem) nicht durch eine andere Unterdrückung (Kommunismus) ablösen. Man tauscht zwar die Unterdrücker aus, aber nie das System der Unterdrückung an sich. Man kann Machtverhältnisse nicht auflösen, indem man sich selbst an die Spitze dieser Machtverhältnisse stellt.

Wenn man Kommunismus und Kapitalismus nun als die übrig gebliebenen Systeme nach dem zweiten Weltkrieg sieht, was ist dann mit dem Faschismus? Soweit ich das sehe, gab es sowohl kapitalistisch-faschistische, als auch kommunistisch-faschistische Systeme. Also ist Faschismus heutzutage (für die meisten Menschen) eher ein schwammiger Begriff für Unterdrückung. Und wenn man sich dem obigen Zitat anschließt, geht die Rechnung

Kapitalismus = Faschismus,

Kommunismus = Faschismus,

also Kommunismus = Kapitalismus

irgendwie auch auf. Der einzige Weg aus Unterdrückung und Machtverhältnissen weltweit kann also weder auf dem kapitalistischen, noch auf dem kommunistischen System aufbauen, sondern muss zwangsläufig etwas “ganz Neues” darstellen.

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Die Nation – und warum ich Nationalstaaten ablehne

Benedict Anderson, definierte den Begriff Nation folgendermaßen: 

[…] I propose the following definition of the nation: it is an imagined political community – and imagined as both inherently limited and sovereign. […]

Ich finde diese Definition sehr passend: Eine Nation ist eine vorgestellte (imagined), politische Gemeinschaft oder Community, die einerseits beschränkt (im Sinne von Grenzen) und souverän ist. Das Gebiet, auf dem diese Nation existiert, ist also der Nationalstaat. Es gab vor dem Nationalstaat auch andere Modelle von Staaten und es wird auch nach Ende der Nationalstaaten noch menschliches Zusammenleben geben. Doch der status quo ist wie folgt: Die gesamte Landfläche der Erde ist aufgeteilt in Nationalstaaten bzw. bestimmten Nationalstaaten zugehörig.

Daraus ergibt sich für mich folgendes Problem: Man kann dem Nationalstaat nicht entkommen! Früher, vor der Globalisierung, vor Teerstraßen, Drohnen und Internet war das leichter, und den Vorgängern des Nationalstaats zu entkommen, war noch einfacher. Diese Vorgänger waren nämlich meist Königreiche oder Imperien ohne feste Grenzen, sondern vielmehr mit Einflussgebieten, und dieser Einfluss war eben mancherorts sehr gering bis nicht vorhanden. Ein Beispiel hierfür sind die Hochlandgesellschaften Südostasiens (dazu gibt es übrigens ein tolles Buch von James Scott, aber ich will ja hier keine Werbung machen…). Aber heute: Keine Chance! Auch der entlegenste Winkel der Erde wird von einem Staat kontrolliert, selbst auf 3000 m gibt es Straßen und Handyempfang.

Das ist nicht unbedingt schlecht, es sei denn, man möchte dem Nationalstaat entkommen. Und ich möchte das tatsächlich in gewisser Weise (auch wenn das natürlich in der Großstadt unmöglich scheint). Aber warum eigentlich?

Das hat verschiedene Gründe: Zum einen, da möchte ich wieder auf Anderson zurückgreifen, ist beispielsweise Deutschland eine ebensolche vorgestellte Gemeinschaft. Wenn man die Frage, wer überhaupt Deutscher ist (Deutscher Pass? Hier geboren? Ethnischer Deutscher?), geklärt hat, bleibt immer noch folgendes Problem: Auch wenn “wir” hier alle zusammen leben, sind “wir” trotzdem eben nur eine vorgestellte Gemeinschaft. Ganz ehrlich: Die meisten anderen Menschen hier gehen mir am Arsch vorbei. Ich kenne noch nicht einmal die meisten meiner Nachbarn. Und da will mir einer erzählen, es gibt ein deutsches Volk? Ein Volk von Menschen, die sich nicht vertrauen, die ihren Müll auf die Straße werfen, die sich im Straßenverkehr regelrecht bekriegen, die ihre Mitmenschen aus unsinnigen Gründen zusammenschlagen – davon bin ich Teil? Und das wider Willen, bis zum Ende meines Lebens? Klar, ich könnte wegziehen. Aber auch anderswo gibt es diese Probleme, da brauche ich mir keine Illusionen machen. Ich könnte stattdessen auch versuchen, mit allen Leuten, die unser gesellschaftliches Leben nicht gerade besser machen, zu reden und versuchen, sie eines Besseren zu belehren. Aber davon mal abgesehen, dass die Lebensspanne eines Menschen nicht ausreicht, um 80 Millionen Mitmenschen die eigene Sicht der Welt zu erklären, wer gibt mir das Recht, über andere zu urteilen? Vielleicht ist es für manche Menschen einfach ok, ihren Müll überall hinzuschmeißen! Und manche wollen vielleicht lieber Atomkraft. Aber dann sollen sie ihren Müll doch in ihren eigenen Garten werfen (ok, wenn sie einen haben….) und den atomaren Endmüll in ihrer eigenen Bude lagern!

– Unsere “Nation”, unsere Gemeinschaft, ist meines Erachtens einfach zu groß. Unser Zusammenleben beschränkt sich meist auf den kleinsten gemeinsamen Nenner, sich nicht gegeneinander zu erschießen und möglichst wenig miteinander zu reden. Wie traurig das eigentlich ist! Wäre es nicht viel cooler, in meinem Viertel oder nur in meinem Wohnblock würden nur Menschen leben, die ich kenne und mag?

Ein weiteres Problem nationalstaatlicher Gebilde, ist die Demokratie. In einem hypothetischen Dorf mit 500 Einwohnern, ohne Einfluss von außen, könnte es vermutlich ziemlich demokratisch zugehen. Egal in welcher Form das Zusammenleben politisch organisiert würde, es könnte alle Einwohner weitestgehend zufrieden stellen. Und obwohl schon 500 ziemlich viel ist, würde man seine Mitmenschen wenigstens über ein paar Ecken kennen. Das wäre bei der Lösungsfindung auch ziemlich gut, denn ohne gegenseitiges Verständnis und Empathie auch bei völlig unterschiedlichen Meinungen funktioniert Demokratie schlecht.

Wohingegen bei besonders großen politischen Gebilden wie Deutschland, der EU, …. die Demokratie ziemlich kurz kommt. Denn je mehr verwaltet werden muss, desto abstrakter wird das alles, von einer Mitmach-Demokraite zu einer repräsentativen, wo wir nur alle paar Jahre unser Kreuzchen auf irgendeinen Schein setzen und uns danach darüber aufregen müssen, dass “in Brüssel” wieder so eine unsinnige Regelung erlassen wurde.

Worauf ich also hinaus will: Der Nationalstaat ist einfach zu groß! Die Nation ist nicht mehr als eine leere Worthülse, und das eigene Leben in diesem riesigen Staat ziemlich fremdbestimmt. Und in der globalen Welt wird das alles noch extremer, das ist klar. Die globalen politischen und ökonomischem Verflechtungen machen das Zusammenleben noch schwieriger. Und wie sollen wir bitte fröhlich und friedlich im global Village zusammenleben, wenn nicht einmal das Zusammenleben in größeren Städten zur Zufriedenheit aller funktioniert?

Ich habe leider keine konkreten Lösungsvorschläge für dieses Problem. Ich kann nicht abschätzen, was passiert, wenn man die Staaten zerschlägt und administrativ in minimal kleine Einheiten aufteilt. Würde das besser funktionieren? Ich denke ja, kann nur noch nicht sagen, wie.

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Demokratie ist eine LÜGE!

Uhhhh, das klingt aber provokant. Nicht.

Denn tatsächlich ahnen die meisten Menschen, dass Demokratie in der heutigen Zeit eine Farce ist und nichts weiter. Ich werfe mal die Aussage in den Raum, Demokratie und das global verzweigte kapitalistische Wirtschaftssystem schließen sich aus.

Doch halt, ein Schritt nach dem anderen.

Was ist unter Demokratie zu verstehen? Darüber lässt sich streiten. Denn tatsächlich gibt es circa 7 Milliarden Menschen auf diesem unseren Planeten, und sicher ebenso viele unterschiedliche Meinungen. Auch, was die Definition des Begriffes “Demokratie” betrifft.

Daher will ich hier darstellen, was ich unter Demokratie verstehe: Demokratie bedeutet für mich eine Herrschaft des Volkes über sich selbst. Also entscheiden wir alle, was für uns alle am besten ist. Das ermöglicht ein Leben in Freiheit, Gleichberechtigung (ob nun wirtschaftliche oder soziale), und vor allem Solidarität (also Zusammenhalt, Füreinander-Einstehen und Empathie).

So viel zu (meinem) normativen Anspruch. In Wahrheit sind natürlich nicht alle Menschen gleich politisch oder sozial interessiert, oder interessieren sich für bestimmte Themen mehr oder weniger. Also werden Volksvertreter, also besonders geeignete Mitmenschen, gewählt, die für uns alle entscheiden. Dies ist in Deutschland zumindest theoretisch so. Und mit meinem persönlichen Demokratieverständnis noch vereinbar.

Theorie ist aber nicht gleich Praxis. Die Praxis sieht so aus: Finanzielle Mittel bestimmen die Möglichkeit zur Bildung. Das heißt, schon bei der Meinungsbildung vor dem Urnengang sind wir eben nicht gleichberechtigt! Denn die Fähigkeit, den bestgeeigneten Volksvertreter zu wählen, der die eigene Meinung am ehesten Vertritt, hängt mitunter auch von Bildung ab. Weiterhin scheint es so zu sein, dass “unsere” Politiker mehr den Interessen einer globalen Macht-/Geldelite dienen als uns. Es gibt die verschiedensten Lobby-Gruppen, aber eigentlich sollte es nur eine Lobby geben – die Lobby der Bürger. Genauso wie die Medien übrigens Meinungen in der Bevölkerung bewusst steuern, statt Meinungen wiederzugeben. Auch hier stimmt also etwas nicht. Ich sehe also drei Probleme: Die unterschiedliche Bildung der Bürger; den Einfluss der Wirtschaft auf die Politiker und die Medien; die Manipulationsmacht der Medien. Die Folgen dieser drei Hauptprobleme der Demokratie sind katastrophal, und Beispiele dafür würden Seiten füllen. Ob es die Nicht-Aufklärung der NSA-Spionageaffäre aufgrund der “diplomatischen” Beziehungen zwischen den USA und Deutschland sind, oder die jahrelange wirtschaftliche und militärische Zusammenarbeit der deutschen Bundesregierungen mit diversen Diktatoren, oder die Enthaltung zur Genmais-Abstimmung, oder oder. 

An der Spitze dieser Demokratiehindernisse steht für mich eindeutig die globale Wirtschaft. 

Warum ist Wirtschaft schlecht für die Demokratie?

Ist sie nicht. Zumindest nicht grundsätzlich. Aber aktuell sieht es doch so aus, dass es durch die Globalisierung (und eine reihe anderer Faktoren) dazu kam, das einige wenige Menschen und Firmen enorme Vermögen anhäufen konnten. Und inzwischen weltweit agieren. Und diese sorgen natürlich mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln dafür, dass ihre Vermögen weiter wachsen. Was auf der anderen Seite zwangsläufig dafür sorgt, dass viele andere Menschen immer ärmer werden. Also ist ein Grundproblem der Menschen, die Gier nach Geld und Macht – denn diese Gier sorgt dafür, dass einige Menschen Geld und Macht anhäufen, was der Gleichberechtigung und Solidarität aller Menschen entgegensteht. Ein zusätzliches Problem ist jedoch, dass unser Wirtschaftssystem, ob von privaten Firmen oder von Volkswirtschaften, auf Wachstum ausgelegt ist und ohne dieses nicht funktioniert. Es gibt also eine vom System vorbestimmte “Gier nach Mehr”.

Also kann Demokratie nach meiner Definition nur funktionieren mit einem Wirtschaftssystem ohne Wachstumszwang und ohne persönliche Gier. Ein funktionierendes Wirtschaftssystem ohne Wachstum und ein gesellschaftliches Leben ohne Gier sind also wünschenswert, doch schwierig zu erreichen. Schwierig. Nicht unmöglich.

 

 

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Fleischfresser, Vegetarier und so….

Ich esse Fleisch. Ja, ich weiß. Als hipper Berliner Student eigentlich ein Unding. Aber, wenn man mal ein bisschen darüber nachdenkt: Ist es wirklich so schlimm, dass der Mensch auch (auch! nicht ausschließlich.) Tiere tötet, um sich davon zu ernähren? Ich finde, nein. Viel schlimmer ist es allerdings, dass wir (und damit meine ich auch viele der Vegetarier und Veganer) bedenkenlos Industrie-Essen verzehren, ob mit oder ohne Fleisch. 

Was ist Industrie-Essen? So bezeichne ich eigentlich das meiste, das es bei uns zu kaufen gibt: Fertigprodukte in Tüten, Dosen, Kartons etc. bei denen wir nicht wissen, wo die Inhaltsstoffe herkommen, und es wahrscheinlich auch gar nicht wissen wollen. Kann es wirklich gesund für uns und unsere Umwelt sein, wenn wir irgendwelchen Fertigfraß, dessen Inhaltsstoffe um die halbe Welt gereist sind, verdrücken? Selbst das meiste Gemüse, das es im Supermarkt um die Ecke zu kaufen gibt, ist aus anderen Erdteilen.

Übrigens: Auch Soja wird in riesigen Monokulturen angebaut. Und dann irgendwie hierher transportiert. Nicht gerade nachhaltig. Klar müssen weniger Hühner, Rinder oder Schweine sterben, weil manche lieber Sojaprodukte essen. Aber für die restliche Tierwelt sind solche Monokulturen auch kein wirklicher Lebensraum – davon mal abgesehen, was so an Regenwald für irgendwelche Fleischersatz-Felder abgeholzt wird. Moralisch besser sind Vegetarier oder Veganer also nicht, finde ich. Zumindest nicht, wenn sie ebenso wie die Fleischesser auf Industrie-Essen zurückgreifen. Und der Blick in den veganen Supermarkt zeigt, dass auch dort ein Großteil des Sortiments aus Fertigprodukten besteht.

Ach ja, wo man schon mal bei besonderen Supermärkten ist: Ich bin auch mal ab und zu im Bio Supermarkt. Dort gibt es, genauso wie bei Kaiser’s oder REWE, ganzjährig Äpfel, Tomaten, Paprika, Limetten, Bananen….. Klar, diese Produkte sind im Bio Supermarkt “bio”. Also aus biologischem Anbau. Das heißt aber noch lange nicht, dass Bananen im Dezember ökologisch sind! Es sei denn, sie sind mit dem Segelschiff oder mit Solar-LKW hierher gebracht worden. Das trifft auch auf die Limetten aus Israel zu.

Wenn Menschen also Bio essen, dann sind sie zwar oft bereit, für bestimmte Produkte mehr zu bezahlen, weil sie eben “bio” sind. Ganz verzichten möchte aber anscheinend niemand. Nein, auch im Dezember muss es Bananen geben!! Irgendwie scheinheilig, oder? Und, wie oben schon erwähnt, ist das bei Vegetariern oder Veganern oft nicht anders. Klar, es ist toll, kein Fleisch zu essen. So muss kein Tier für einen sterben. Aber auch für die Tofuwurst müssen Opfer gebracht werden. Regenwald. Oder Anbauflächen, die vielleicht lieber zur Ernährung der örtlichen Bevölkerung benutzt werden sollten. Darüber sollte man sich im Klaren sein.

Das Traurige ist, das wir durch die Bank, ob bio oder nicht, ob veggie oder nicht, fast nur von Massenware leben. Das ist gerade in der Großstadt zwar ökonomisch effizient, aber zu großen Teilen eine ökologische Katastrophe. Und auch, wenn sich das oft nicht vermeiden lässt, sollte man sich diese Tatsache wenigstens ab und zu ins Gedächtnis rufen.

 

 

Ein übrigens sehr interessanter Artikel zu diesem Thema (wirkt zumindest seriös recherchiert): http://www.urgeschmack.de/verursachen-vegetarier-mehr-blutvergiessen-als-fleischesser/

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